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Abu Dhabi Desert Challenge Etappe 3

X-raid ohne Glück, Al-Attiyah dominiert weiter

Nasser Al-Attiyah konnte auf der dritten und längsten Etappe des Rennens mit seinem Toyota weitere 17 Minuten Vorsprung draufpacken. Die Minis hatten ungewöhnliches Pech mit der Technik und vor allem Stephan Schott verlor viel Zeit. Bei den Bikes gewann Sam Sunderlands KTM sowohl die Etappe als auch die Führung in der Gesamtwertung.

Die dritte Etappe der Abu Dhabi Desert Challenge führte über 289 Kilometer durch zum Teil immens hohe Dünen. Immerhin wurden die Fahrer diesmal von Hitze verschont, denn die Temperaturen waren etwas niedriger und ein frischer Wind sorgte für „Kühlung“. Offensichtlich gute Bedingungen für Nasser Al-Attiyah und seinen Navigator Matthieu Baumel, die förmlich durch die Wüste stürmten und nun in der Gesamtwertung 39:38 min Vorsprung haben.

 

 

 

 

 

 

 

„Heute war wieder ein perfektes Rennen. Der Toyota lief hervorragend. Das kühlere Wetter ist nicht nur für die Fahrer angenehm, es gibt den Wagen auch mehr Power“, erklärte der Katari. Auf die Frage, ob es ein Vorteil für ihn sei, dass er die Gegend kenne, meinte Al-Attiyah: „Das hier ist die Wüste! Sie verändert sich unablässig. Letztes Jahr hier gewesen zu sein, nutzt mir heute nichts.“

Zweiter der Etappe und der Gesamtwertung ist Khaled Al-Quassimi im Peugeot 3008 DKR. Er berichtete von vielen Missgeschicken: „Es war heute nicht einfach, wir sind steckengeblieben, wir verloren den Weg und kollidierten mit einem Zaun. An einer windigen Passage verwehte der Sand den Blick auf die Piste und wir kamen vom Weg ab. Trotzdem sind wir noch Zweite! Die Erfahrung hier ist sehr wichtig und wertvoll für mich.“

Auf dem dritten Platz der Gesamtwertung liegt der Tscheche Martin Prokop im Ford F-150 Evo. Er ist auf dem Weg zu seinem besten Ergebnis bei einer Cross-Country-Rallye. Für die Minis lief die Etappe äußerst schlecht. Mohammed Abu-Issa hatte Getriebeprobleme und verlor Zeit. Er liegt zwar weiter auf Rang vier, hat aber eine Stunde Rückstand auf das Podium.  Vladimir Vasilyev, auf Rang fünf der Gesamtwertung liegend, ging wegen einer Rückenverletzung gar nicht erst an den Start.

Besonders hart traf es Stephan Schott und Andreas Schulz. Nach etwa 100 Kilometern der Etappe überschlugen sie sich an einem Dünenkamm spektakulär und blieben dann seitlich auf dem Dach liegen. Den beiden geschah nichts, aber der Mini erlitt erhebliche Schäden. Der Frontkühler war eingedrückt, die Antriebswelle hinten defekt, der hintere Schutzrahmen gebrochen und Karosserieteile waren abgerissen. Mit Zweiradantrieb schafften es Schott und Schulz ins Camp, wo die Mechaniker erste Reparaturen ausführten. Dann fuhren sie zum Ziel um sich den Stempel abzuholen und am nächsten Tag starten zu dürfen – falls die Mechaniker den Wagen hinbekommen….

 

 

 

 

 

Nachdem Vater und Sohn Schröder vom South Racing Team gestern bereits viel Zeit verloren hatten, traf es sie nun noch schlimmer. Eine gebrochene Antriebswelle bedeutete das Etappen-Aus für ihren Nissan. Die beiden können aber die nächste Etappe antreten.

 

 

 

 

 

 

 

Gesamtwertung 3.Etappe – Autos 

1. Nasser Al-Attiyah (QAT)/Matthieu Baumel (FRA) Toyota Hilux Overdrive11hr 07min08.7sec

2. Khalid Al-Qassimi (ARE)/Khaled Al-Kendi (ARE) Peugeot 3008 DKR    11hr 46min 46.8sec

3. Martin Prokop (CZE)/Jan Tomanek (CZE) Ford F-150 Evo                   12hr 51min 44sec

4. Mohammed Abu Issa (QAT)/Xavier Panseri (FRA) Mini All4 Racing 13hr 52min 06.7sec

5. Ahmed Al-Maqoodi (ARE)/Obaid Al-Kitbi (ARE) Polaris RZR 1000          14hr 41min 40.6sec

6. Khalid Al-Feraihi (SAU)/Ali Hassan Obaid (ARE) Nissan Patrol            15hr 06min 32.3sec

7. Yayha Al-Helai (ARE)/Nasser Al-Kuwari (QAT) Nissan Pick-Up              15hr 37min 48.6sec

8. Mark Powell (GBR)/Quin Evans (GBR) Fast & Speed Buggy           16hr 02min 18.5sec

Motorräder

Über Nacht hatte sich die Gesamtwertung bei den Motorrädern geändert: Mathias Walkner bekam eine Minute Strafzeit, weshalb Paulo Goncalves als Gesamtführender ins Rennen ging. Der portugisische Honda-Fahrer war offensichtlich von seinem gestrigen Sturz genesen und fuhr problemlos. Allerdings verlor er durch einen vierten Platz in der Etappe seine Gesamtführung und fiel auf den vierten Rang zurück

Die Etappe gewann Sam Sunderland, der seinen Startplatz optimal nutzte: „Ich startete als sechster und konnte alle Konkurrenten bis zum Tankstop einholen, worüber ich sehr glücklich war! Es war sehr windig und in der Wüste konnte man keine Orientierungspunkte ausmachen – es gibt nur tausende von Dünen… Deshalb war ich froh, mit den anderen zu fahren.“

 

 

 

 

 

 

 

Etappenzweiter wurde Pablo Quintanilla auf Husqvarna, der damit auch in der Gesamtwertung zweiter ist. Gleiches gilt für Mathias Walkner auf KTM und Rang drei. Die Abstände zwischen den Top 5 sind aber weiter gering. Walkner sieht ein hohes Level an der Spitze und auch Goncalves hat den Gesamtsieg ncoh nicht abgeschrieben: „Wir werden sehen, was am letzten Tag geschieht…“

Tony Schattat, der deutsche KTM-Fahrer kam problemlos durch die Etappe und liegt auf Platz 28 der Gesamtwertung.

Gesamtwertung 3.Etappe – Bikes

1. Sam Sunderland (GBR) KTM 450 Rally Factory                                  11hr 41min 20.5sec

2. Pablo Quintanilla (CHI) Husqvarna 450 Rally                                     11hr 44min 27.2sec

3. Matthias Walkner (AUT) KTM 450 Rally Factory                                11hr 46min 34.6sec

4. Paolo Gonçalves (PRT) Honda 450 CRF Rally                                    11hr 49min 07.8sec

5. Pierre Alexander Renet (FRA) Husqvarna 450 Rally                            11hr 53min 18.3sec

6. Antoine Meo (FRA)          KTM 450 Rally Factory                               12hr 34min 11.1sec

7. Mohammed Al-Balooshi (ARE) KTM 450 Rally Replica                    12hr 49min 59.7sec

8. David McBride (GBR) KTM 450 Rally Replica                              13hr 55min 39.6sec