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Rallye Dakar 2015, 13. Etappe

Giniel De Villiers, Nasser Al-Attiah

Am Ziel

216 Fahrzeuge schafften es, die Dakar 2015 zu beenden.

Nasser Al-Attiyah siegte im Mini, Marc Coma auf KTM und Ayrat Mardeev im Kamaz bei den Lastwagen.

80 Motorräder, 68 Autos, 51 Trucks und 18 Quads von insgesamt 420 gestarteten kamen wieder nach Buenos Aires zurück. Die letzte Etappe wurde wegen eines Unwetters drastisch gekürzt, dadurch wurden die Gesamtführenden vor der Etappe zu den Gesamtsiegern.


 Autos

Wieder ein Mini. Nach Stephane Peterhansel und Nani Roma fuhr 2015 Nasser Al-Attiyah aus dem Qatar Rally Team als Sieger über das Zielpodium. Zusätzlich platzierten sich insgesamt vier Minis in den Top 5, sechs in den Top 10 und acht in den Top 20. Rang drei hinter Giniel de Villiers und Dirk von Zitzewitz im Toyota sicherten sich Krysztof Holowczyc (POL) und Xavier Panseri (FRA) aus dem Monster Energy Rally Raid Team. Gefolgt von den beiden Niederländern Erik van Loon und Wouter Rosegaar von Van Loon Racing und den beiden Russen Vladimir Vasilyev und Konstantin Zhiltsov im VRT-Mini.

Die Sieger Nasser Al-Attiyah und Mathieu Baumel konnte sich insgesamt fünf der möglichen 13 Tagessieg sichern. Bereits am zweiten Tag übernahm der Katari die Führung in der Gesamtwertung und gab diese bis zur letzten Etappe nicht mehr ab. „Ich freue mich riesig. Den heutigen Tag will ich einfach nur genießen“, freut sich Al-Attiyah. „Ich habe inzwischen viel Erfahrung bei der Dakar und deswegen nur von Tag zu Tag gedacht. Das war der Schlüssel für den Erfolg. Wenn man einen schlechten Tag hat, muss man ihn abhaken, um die Konzentration nicht zu verlieren.“
Sven Quandt, CEO X-raid: Der Mini konnte auch in diesem Jahr wieder voll überzeugen. Vier MINI in den Top 5 ist mal wieder ein sensationelles Ergebnis. Mit der Erfahrung und der guten Vorbereitung konnte sich der MINI ALL4 Racing gegenüber einer sehr starken Konkurrenz behaupten.“

Al-Attiyah profitierte dabei auch von einigen Mißgeschicken der Konkurrenz. So blieb Vorjahressieger Nani Roma gleich am ersten Tag für lange Zeit mit Elektronik-Problemen liegen. Er schied später aus, ebenso wie Carlos Sainz im neu aufgebauten Peugeot und auch Yazeed Al-Rahji, der als Neuling im Toyota lange Zeit gut im Rennen lag. Auch Orlando Terranova, der Argentinier, könnte mit dem Schicksal hadern. Er gewann vier Etappen und hätte eine große Rolle spielen können, hätte er die vierte Etappe beenden können.
Der Chinese Zhou Yong und Andreas Schulz lagen am Ende in der Gesamtwertung wieder auf Platz 12. Das  Duo Stephan Schott / Holm Schmidt ist 22er und Familie Schröder beendete mit ihrem Nissan das Rennen auf Platz 40.

Gesamtwertung nach der 13. Etappe

Platzierung Fahrer/Beifahrer Zeit
1 Nasser Al-Attiah/Matthieu Baumel, Mini
2 Giniel De Villiers/Dirk von Zitzewitz,  Toyota +35m 39s
3 Krzysztof Holowczyc/Xavier Panseri, Mini +1h 31min 51s
13 Yong Zhou/Andreas Schulz, Mini +5h 33min 50s
22 Stephan Schott/Holm Schmidt, Mini +9h 16min 4s
40 Jürgen Schröder/Daniel Schröder, Nissan +18h 3m 47s

 Motorräder

Mit seinem Sieg bei der Dakar 2015 hat Marc Coma mit Cyril Despres gleichgezogen. Die Beiden haben das letzte Jahrzehnt dominiert und jeweils fünf mal gewonnen. Nur Stephane Peterhansel gewann öfter mit dem Motorrad. Diesen Sieg 2016 nocheinmal zu wiederholen, dürfte Marc Coma sehr schwer fallen. Viele junge Fahrer zeigten, dass sie ebenfalls für einen Sieg in Frage kommen. An erster Stelle auf dieser Liste steht Joan Barreda Bort mit seiner Honda. Er lag lange in Führung, bis Wasser in seinen Motor drang und er über 200 Kilomter weit gezogen werden musste. Dabei verlor er Stunden.
Barredas Teamkollege Paulo Goncalves war danach Comas ärgster Rivale. Coma gelang es aber, den erfahrenen Portugiesen in Schach zu halten. Unerfahren und schanell waren noch zwei Rookies. Toby Price aus Australien kam auch gleich aufs Podium. Matthias Walkner aus Österreich gewann eine Etappe und schlug sich gut, bis er wegen einer Krankheit aufgeben musste. Schließlich ließ der Chile Pablo Quintanilla aufhorchen, der die Dakar als Vierter beendete. Im nächsten Jahr wird es ein enges Rennen.

Gesamtwertung nach der 13. Etappe

Platzierung Fahrer Zeit
1 Marc Coma, KTM
2 Paolo Goncalves, Honda 17m 49s
3 Toby Price, KTM 25m 18s

 Trucks

Hans Stacey und sein Team gewannen im Iveco die erste und die letzte Etappe. Das war aber nicht genug, um die Kamaz-Phalanx zu durchbrehen. Die ersten vier Plätze gehen an das Team aus Russland. Der Sieger heißt Ayrat Mardeev. Eduard Nikolaev gewann zwar die meisten Etappen, aber eine katastophale 7. Etappe kostete ihm den Sieg. Zwar verkürzte er mit jeder weiteren Etappe den Abstand auf Mardeev, aber es gab einfach nicht genug Etappen, um ihn zu überholen.
Bester Deutscher bei den Trucks war Artur Klein im MAN von Van Vliet mit dem 8. Rang in der Gesamtwertung.

Gesamtwertung nach der 13. Etappe

Platzierung Fahrer/Beifahrer Zeit
1 Mardeev/Belyaev/Svistunov, Kamaz
2 Nikolaev/Yakovlev/Akhadeev, Kamaz + 12m 43s
3 Karginov/Mokeev/Leonov, Kamaz + 48m 40s