ABU DHABI DESERT CHALLENGE Etappe 1
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Abu Dhabi Desert Challenge Etappe 3
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Abu Dhabi Desert Challenge Etappe 2

Al-Attiyah in der Hitze eine Klasse für sich

Die zweite Etappe der Abu Dhabi Desert Challenge sah erneut einen siegenden Nasser Al-Attiyah. Hinter dem Katari liegen ein Peugeot und der X-raid-Mini von Mohamed Abu-Issa. Stephan Schott, ebenfalls im Mini, liegt auf Platz sechs. Bei den Motorrädern liegen die Top 5 eng beieinander. An der Spitze steht der Österreicher Mathias Walkner.

Die zweite Etappe der Abu Dhabi Desert Challenge 2017 führte 289 Kilometer durch die sandige Hitze der Rub Al-Khali. Die Dünen forderten ihren Tribut von einigen Fahren. Spitzenfahrer wie Konstantin Vasilyev und Miroslav Zapletal fuhren sich massiv fest, andere mussten sogar dehydriert aus der Wüste geholt werden.

Diese Schwierigkeiten hinderten Nasser Al-Attiyah nicht daran, die Etappe souverän für sich zu entscheiden. Mit über 23 Minuten Vorsprung auf den zweiten, den Peugeot-Fahrer Khaled Al-Quassimi, setzte er ein Zeichen. „Heute war ein guter Tag für uns. Es war eine harte und schwierige Etappe. Um so besser, dass wir so einen großen Vorsprung herausfahren konnen“, freute sich der Katari.

 

 

 

 

 

 

 

Auf Rang drei der Etappe kam Mohammed Abu Issa im X-raid-Mini an. Er schaffte es zusammen mit Navigator Xavier Panseri genug Zeit gutzumachen, um in der Gesamtwertung auf den vierten Platz zu springen. „Ich hatte gestern einen guten Start in die Prüfung, habe dann aber die beiden Fahrzeuge, die vor mir gestartet sind überholt“, berichtet Abu Issa. „Ab dann habe ich die Strecke eröffnet und mir ist ein blöder Fehler unterlaufen. Ich bin auf einem Kamelgras-Hügel hängengeblieben und habe dort über 20 Minuten verloren. Heute hatte ich zu Beginn ein paar Probleme, da die Dünen schwierig waren und sehr steile Kanten hatten. Auf dem zweiten Teil haben wir richtig Gas gegeben und kamen als Dritte ins Ziel. Der Mini läuft super und ich freue mich auf die kommenden drei Tage.“

Auch die Mini-Piloten Stephan Schott und Beifahrer Andreas Schulz starteten einer Top-10-Platzierung in die Etappe. Sie kamen als Sechste ins Ziel und ist auch Gesamtsechste. Konstantin Vasilyev, ebenfalls in einem Mini unterwegs, fuhr sich sehr unglücklich fest. Der Wagen stand über einem Sandloch, die Vorderachse auf dem einen Sandhügel, die Hinterachse auf einem anderen. Sie mussten das Loch erst mit Sand füllen um aus der misslichen Lage zu befreien. Das dauerte.

Das deutsche Vater-Sohn Team aus Jürgen und Maximilian Schröder im Nissan hatte ebenfalls Probleme mit dem Sand.  Die beiden kamen sehr spät ins Biwak und erhielten eine Strafzeit von neun Stunden.

 

 

 

 

 

 

 

Gesamtwertung 2.Etappe – Autos 

1. Nasser Al-Attiyah (QAT)/Matthieu Baumel (FRA) Toyota Hilux Overdrive 7hr 18min 37.7sec

2. Khalid Al-Qassimi (ARE)/Khaled Al-Kendi (ARE) Peugeot 3008 DKR    7hr 41min 40.8sec

3. Martin Prokop (CZE)/Jan Tomanek (CZE) Ford F-150 Evo                   8hr 15min 42.1sec

4. Mohammed Abu Issa (QAT)/Xavier Panseri (FRA) Mini All4 Racing 8hr 20min 53.7sec

5. Vladimir Vasilyev (RUS)/Konstantin Zhiltsov (RUS) Mini All4 Racing 8hr 34min 54.6sec

6. Stephan Schott (DEU)/Andreas Schulz (DEU) Mini All4 Racing           9hr 04min 23.2sec

7. Miroslav Zapletal (CZE)/Marek Sykora (CZE) Hummer H3 Evo III          9hr 22min 29.2sec

8. Eugenio Amos (ITA)/Rafael Tornabell (ESP) Buggy 2WD                       9hr 50min 26.7sec

9. Yayha Al-Helai (ARE)/Nasser Al-Kuwari (QAT) Nissan Pick-Up               9hr 52min 12.6sec

10. Ahmed Al-Maqoodi (ARE)/Obaid Al-Kitbi (ARE) Polaris RZR 1000   9hr 52min 39.6sec

Motorräder

Die Startposition des Gesamtführenden Sam Sunderland machte ihn nicht zum Favoriten für den Etappensieg. Den holte sich der Franzose Pierre Alexandre Renet vom Husqvarna-Team.

 

 

 

 

 

 

 

Zweiter wurde Paulo Goncalves vom Monster Energy-Team auf Honda. Das ist besonders bemerknswert, da der Portugiese schon bei Kilometer 60 relativ schwer stürzte und unter Schmerzen weiterfuhr. Am besten lief die Etappe aber für Mathias Walkner auf KTM. Er wurde mit knappen Rückstand dritter, aber übernahm die Gesamtführung.

„Als ich ins Ziel kam, wusste ich gar nicht, dass ich Führender bin“, sagte der Österreicher. „Aber morgen nehmen die Jungs mir das wieder ab. Ich hoffe auf einen Podiumsplatz am Ende der Challenge. Im Moment gehe ich einfach ins Rennen und genieße es. Ich fühle mich in den Dünen immer sicherer.“

Sam Sunderland, der als Etappensechster etwa 10 Minuten einbüßte, meinte: „Man gibt immer etwas Zeit her, wenn man die Etappe eröffnet. Ich war immerhin 300 Kilometer vorne und nur Pablo Goncalves und Walkner schossen zu mir auf. Es kommt hier wirklich auf die Strategie an. Morgen läuft es wieder andersherum! Allerdings ist es wirklich immer wieder unberechnbar auf der Strecke…“

Der Detusche Tony Schattat konnte seine KTM diesmal auf Rang 25 ins Ziel bringen. In der Gesamtwertung liegt er damit auf Platz 28.

Gesamtwertung 2.Etappe – Bikes

1. Matthias Walkner (AUT) KTM 450 Rally Factory                                  7hr 41min 09.6sec

2. Paolo Gonçalves (PRT) Honda 450 CRF Rally                              7hr 41min 41.8sec

3. Pierre Alexander Renet (FRA) Husqvarna 450 Rally                            7hr 42min 54.3sec

4. Pablo Quintanilla (CHI) Husqvarna 450 Rally                                     7hr 43min 03.2sec

5. Sam Sunderland (GBR) KTM 450 Rally Factory                                  7hr 45min 57.5sec

6. Kevin Benavides (ARG) Honda 450 CRF Rally                              7hr 53min 07.5sec

7. Antoine Meo (FRA)          KTM 450 Rally Factory                                8hr 21min 05.1sec

8. Mohammed Jaffar (KUW) KTM 450 Rally Replica                              8hr 21min 19.5sec

9. Mohammed Al-Balooshi (ARE) KTM 450 Rally Replica                    8hr 33min 38.7sec

10. David McBride (GBR) KTM 450 Rally Replica                              9hr 20min 30.6sec