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DAKAR 2020 – Die achte Etappe
Nach dem Tod von Paulo Goncalves am Vortag wurden die Motorräder auf der achten Etappe nicht auf die Piste geschickt und die Gesamtwertung änderte sich nicht. Dort änderte sich auch bei Autos und Trucks sich nicht viel – aber die Etappenwertung bei den Autos gewann zum ersten Mal seit 1988 ein Amateur.
Da die Motorräder die Etappe ausfallen ließen und keine Spuren für die Autos legten, war die Navigation für diese von noch größerer Bedeutung. Das beeinträchtigte vor allem die ersten Starter und eröffnete so das Feld für Überraschungen. Etappensieger wurde ein extrem schneller Fahrer, Mathieu Serradori aus Frankreich mit Beifahrer Fabian Lurquin aus Belgien. Die beiden steuerten ihren Century Buggy am schnellsten durch die extrem flache und sandige Etappe. „Ich bin heute sehr glücklich! Es ist eine tolle Geschichte. Gestern hatten wir noch solche Probleme und heute haben wir alle hinter uns gelassen. Ich widme den Etappensieg Paulo Goncalves, denn ich bin die Dakar auch mit dem Motorrad gefahren. Es ist schwer, sich nach so einem Ereignis wieder zu motivieren“, sagte Serradori. Der Südfranzose leitet eigentlich eine Firma und verbringt seine „Ferien“ auf der Dakar. Bei einer Teamgröße von 15 Personen sicher kein Schnäppchenurlaub.
Zweiter der Etappe wurde Fernando Alonso im Gazoo Toyota. Mit dem erfahrenen Dakar-Teilnehmer Marc Coma auf dem Beifahrersitz zeigt der ehemalige Formel-1-Champion eine sehr schnelle Lernkurve. Und er meint, dass Dünen ihm liegen: „Ich denke, Dünen sind schwerer zu fahren als Pisten, aber irgendwie fühle ich mich wohl auf Dünen. Eigentlich habe ich keine Erfahrung damit, aber ich bekomme schnell ein Gefühl für den Rhythmus und komme in einen guten Flow.“ Alonso erklärte auch, dass er besonders von der Erfahrung seines Beifahrers und mehrfachen Dakar-Gewinners Marc Coma profitiert.
Die Top-Fahrer hatten zwar mit dem Etappensieg nichts zu tun, bekämpften sich aber gegenseitig ordentlich. Stephane Peterhansel kam als erster der Top-3 ins Ziel. Er nahm Nasser Al-Attiyah damit 2:44 min ab und dem Gesamtführenden Carlos Sainz 6:04 min. Die Abstände verringerten sich also weiter.
Gesamtwertung Autos nach achter Etappe
1 | 305 | C. SAINZ | MINI | 31:56:52 | 0:00:00 | ||
2 | 300 | N. AL-ATTIYAH | TOYOTA | 32:03:32 | 0:06:40 | ||
3 | 302 | S. PETERHANSEL | MINI | 32:10:01 | 0:13:09 | ||
4 | 309 | Y. AL RAJHI | TOYOTA | 32:29:17 | 0:32:25 | ||
5 | 311 | O. TERRANOVA | MINI | 32:39:54 | 0:43:02 |
Gesamtwertung Trucks nach achter Etappe
1 | 511 | A. KARGINOV | KAMAZ | 34:31:43 | 0:00:00 | ||
2 | 516 | A. SHIBALOV | KAMAZ | 34:58:49 | 0:27:06 | ||
3 | 503 | S. VIAZOVICH | MAZ | 35:37:00 | 1:05:17 | ||
4 | 502 | A. LOPRAIS | PRAGA | 36:36:10 | 2:04:27 | ||
5 | 501 | D. SOTNIKOV | KAMAZ | 37:11:05 | 2:39:22 |