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Dakar 2016: 2.Etappe, Loeb gewinnt sofort

Leichte Peugeots dominieren 2. Etappe

Nach dem abgebrochenen Prolog und der abgesagten ersten Etappe ging die Dakar erst am Montag richtig los. Die Etappe von Villa Carlos Paz nach Termas de Hondo wurde allerdings auch noch verkürzt und barg dadurch kaum Schwierigkeiten. Das nutzte Sebestien Loeb für seinen ersten Etappensieg bei einer Dakar. Bei den Motorrädern gewann der Australier Toby Price auf KTM.

Auf der wegen Regenfällen erneut verkürzten Strecke der 2. Etappe fehlten größere Schwierigkeiten bei der Navigation. Die Gelegenheit nutzte Sebestien Loeb um seine erste Etappe bei einer Dakar zu gewinnen. „Ich hattte ein bisschen Glück, als ich gut durch ein gefährliches Schlammloch kam. Morgen muss ich die Strecke eröffnen, dass wird eine andere Geschichte“, meinte Loeb. Auch die anderen Peugeots nutzten ihren Gewichtsvorteil. Stephane Peterhansel kam mit 2:23 Minuten Rückstand auf den zweiten Rang und Cyril Despres auf den Achten. Lediglich Carlos Sainz kam aufgrund von Motorproblemen nur auf Platz 13. Auf den Rängen drei und vier plazierten sich die Toyotas von Vladimir Vasilyev und Giniel de Villiers, der mit Dirk von Zitzewitz unterwegs ist. De Villiers zeigte sich von den Peugeots beeindruckt: „Die sind wirklich schnell unterwegs obwohl doch eigentlich solche Strecken wie heute vierradgetriebene Fahrzeuge begünstigen. Es wird wirklich hart, die zu schlagen!“
Der beste X-Raid-Mini war auf der Etappe der von Mikko Hirvonen. „Ich bin auf jeden Fall zufrieden mit dem heutigen Tag, aber ich bin auch etwas frustriert. Mir fehlen die Pace-Notes einfach noch. Vor jeder Kuppe und Kurve habe ich gebremst, da ich nicht weiß, was dahinter auf mich wartet. Ich muss einfach lernen, dass es jedem so geht“, gesteht der Finne, der heute ohne Fehler durchkam. „Ich bin heute aber auch kein Risiko eingegangen und Platz fünf ist eine sehr gute Ausgangsposition für morgen.“ Titelverteidiger Nasser Al-Attiyah verlor Zeit durch einen Platten und liegt nun auf Rang 9. „Heute war ein schwieriger Tag – viel Schlamm und Wasser auf der Strecke“, erzählte der Katari. „Nachdem wir uns aus dem Schlamm befreit hatten, erwischte uns auch noch ein Platten. Aber ich mache mir noch keine Sorgen. Morgen wollen wir wieder angreifen und Zeit gutmachen.“ 
Am schlimmsten traf es die Minis von Nani Roma und Orlando Terranova, die im Schlamm stecken blieben und viele Minuten verloren. Der Argentinier Orlando berichtet: „Es war ein Desaster. Wir haben alles versucht, um freizukommen. Dann kam Malysz, hat uns rausgezogen und ich habe dann Nani geholfen. Das war kein guter Start für uns.“ Das gleiche Schicksal traf auch Xavier Pons im Ford, der für das South Racing Team aus Frankfurt startet und einen guten Prolog fuhr.

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Gesamtwertung nach der 2. Etappe Autos
1. S. Loeb (FRA) / D. Elena (MCO) Peugeot
2. S. Peterhansel (FRA) / J.-P. Cottret (FRA) Peugeot + 2m 23s
3. G. de Villiers (ZAF) / D. von Zitzewitz (GER) Toyota + 3m 01s
4. M. Hirvonen (FIN) / M. Périn (FRA) MINI ALL4 Racing + 3m 03s
5. Poulter (ZAF) / Howie (ZAF) Toyota + 3m 40s
6. V. Vasilyev (RUS) / K. Zhiltsov (RUS) Toyota + 3m 42s
7. Ten Brinke (NLD) / Colsoul (BEL) Toyota + 4m 53s
8. Despres (FRA) / Castera (FRA) Peugeot + 5m 0s
9. N. Al-Attiyah (QAT) / M. Baumel (FRA) MINI ALL4 Racing + 5m 14s
13. E. van Loon (NDL) / W. Rosegaar (NDL) MINI ALL4 Racing
14. Al-Rajhi (SAU) / Gottschalk (GER) Toyota
15. A. Malysz (POL) / X. Panseri (FRA) MINI ALL4 Racing
16. H. Hunt (GBR) / A. Schulz (GER) MINI ALL4 Racing
27. Jürgen Schröder (GER) / Daniel Schröder (GER) Nissan
28. O. Terranova (ARG) / B. Graue (ARG) MINI ALL4 Racing
44. J. Roma (ESP) / A. Haro (ESP) MINI ALL4 Racing
52. G. Chicherit (FRA) / A. Winocq (FRA) Buggy
Motorräder

Die matschigen Pisten machten diese Etappe für die Motorräder besonders schwierig.
Nach einem engen Zweikampf mit Ruben Faria entschied Toby Price die zweite Etappe der Dakar mit zwei Sekunde Vorsprung 2016 für sich. Damit führt der Australier, der berits im letzten Jahr bei seiner ersten Dakar aufs Podium kam, auch die Gesamtwertung an. „Heute lief es gut, morgen kann es anders sein. Es ist ja erst der zweite Tag. Aber wir sind definitv hier, um das Rennen zu gewinnen“, bekräftigte Price für sein KTM-Team.
Faria hatte mit seiner Husqvarna lange das Rennen angeführt, er fuhr sogar auf Joan Barreda Bort, den Gesamtführenden nach dem Prolog, auf. Erst am Ende verlor er das Rennen. „Ich weiß auch nicht, was da los war. Aber ich fühle mich gut und die Maschine läuft bestens!“ Dritter der Etappe wurde Stefan Svitko. Überraschung der Dakar ist aber weiterhin der Franzose Alain Duclos auf Rang 4. Er war auch heute wieder schneller als Matthias Walkner, Paulo Goncalves und Barreda Bort. Der war über die Etappe nicht glücklich: „Es war gefährlich mit vielen Tieren auf der Strecke. Darum habe ich langsam gemacht.“ Walkner stürzte auf der gestrigen Überführgsfahrt, hat diesen Sturz aber wohl gut überstanden. Er arbeitete sich in der Gesamtwertung auf Platz vier nach vorne.
Der Deutsche Ingo Zahn kam gut ins Ziel, liegt auf Rang 91.

Gesamtstand nach der 2. Etappe Motorräder
1. PRICE (AU) KTM
2. FARIA (PRT) HUSQVARNA + 1m 02s
3. DUCLOS (FRA) SHERCO TVS + 1m 53s
4. WALKNER (AUT) KTM + 1m 59s
5. SVITKO (SVK) KTM + 2m 21s
6. BARREDA Bort (ESP) HONDA + 3m 04s
7. GONCALVES (PRT) HONDA + 3m 20s
8. BENAVIDES (ARG) HONDA + 3m 26s
9. QUINTANILLA (CHL) HUSQVARNA + 4m 24
10. PEDRERO GARCIA (ESP) SHERCO TVS + 4m 30s
Trucks

Bei den LKW konnte Hans Stacey wie im letzten Jahr die erste gefahrene Etappe gewinnen. In seiner zehnten Dakar fährt der Niederländer nun einen MAN. Nur 48 Sekunden hinter ihm kam sein Landsmann Pieter Versluis ins Ziel. Mit im Wagen Artur Klein aus Deutschland. Das niederländische Podium machte Gerard de Rooy auf dem dritten Platz perfekt. Die favorisierten Kamaz-Trucks liegen auf den Plätzen acht bis elf und haben zwieschen 4 und 10 Minuten Rückstand. Sie werden noch in das Renngeschehen eingreifen.
Der Iveco Trakker von Klaus Bäuerle, Thomas Robineau und Philipp Beier liegt auf Rang 43 der Gesamtwertung.

Gesamtwertung nach der 2. Etappe Trucks
1. Stacey (NLD) / Serge (BEL) / Van Der Vaet (BEL) MAN 04:18:18
2. Versluis (NLD) / Pronk (NLD) / Klein (DEU) MAN + 00:00:48
3. De Rooy (NLD) / Torrallardona (ESP) / Rodewald (POL) IVECO + 00:01:51
4. Kolomy (CZE) / Kilian (CZE) / Kilian (CZE) TATRA + 00:02:39
5. Villagra (ARG) / Perez Companc (ARG) / Memi (ARG)
43. Bauerle (GER) / Robineau (FRA) / Beier (GER) IVECO