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Dakar 2021 – 10. Etappe

Dakar 2021 - 03/01/21 - Stage 10 - Neom - AlUla - Gael Queralt 443

Dakar 2021 – 10. Etappe

Timo Gottschalk gewinnt mit Platten, Bike-Führender scheidet aus

Yazeed Al-Rajhid mit Navigator Timo Gottschalk gewann die 10. Etappe die über steinige Pisten führte und vor allem navigatorische Schwierigkeiten barg. Ignacio Cornejo, der junge Gesamtführende bei den Bikes stürzte und musste die Rally aufgeben. Stephane Peterhansel verlor im X-Raid-Buggy kontrolliert Zeit.

#401 Lopez Contardo Francisco (chl), Latrach Vinagre Juan Pablo (chl), Can-Am, South Racing Can-Am, Motul, SSV Series – T4, action during the 10th stage of the Dakar 2021 between Neom and Al-Ula, in Saudi Arabia on January 13, 2021 – Photo Horacio Cabilla

Yazeed Al-Rajhi nutzte die Gelegenheit und holte sich einen weiteren Etappensieg. Das gelang ihm aber nicht ohne Probleme, sondern genau kalkuliert: „Wir waren schnell unterwegs, und auch Dirk hat einen tollen Job gemacht. Doch 30 Kilometer vor dem Ziel hatten wir einen platten Reifen. Wir entschieden uns, weiterzufahren, weil wir dachten, dass wir fast am Ziel sind. Am Ende war der Reifen kaputt, aber wir sind damit ins Ziel gekommen. Es war riskant, aber wir wollten gewinnen. Wir dachten, dass uns das Anhalten 1:20 Minuten kosten würde, wohingegen es uns nur 45 Minuten kosten würde, wenn wir ein wenig nachlassen würden.”

Die MINI JCW Buggy-Crew Stéphane Peterhansel und Edouard Boulanger (beide FRA) belegten den dritten Platz hinter NAsser Al-Attiyah im Toyota. Dadurch verloren sie 49 Sekunden, behalten aber einen Vorsprung von 17 Minuten auf Konkurrent Nasser Al-Attiyah im Gesamtklassemt. Carlos Sainz und Lucas Cruz (beide ESP) kamen im MINI JCW Buggy auf Rang vier ins Ziel.

Nach ihrem gestrigen Tagessieg starteten Peterhansel und Boulanger als Erste in die Prüfung. Trotz der erneut sehr schwierigen Navigation fuhren nur zwei Konkurrenten schneller Zeiten als das französische Duo. Stéphane Peterhansel: „Wir hatten eigentlich eine einfache Prüfung erwartet. Sie war auch nicht lang und es gab nicht viele Steine, aber die Navigation war sehr schwierig. Es sah so aus, als wollte der Veranstalter, dass sich die Teilnehmer verfahren. Bei uns im Cockpit wurde der Druck immer größer. Wenn wir uns verfahren hatten und nicht richtig wussten, wo wir waren, dann war das kein angenehmes Gefühl.“

Nasser Al-Attiyah; „Das Navigieren war nicht einfach, aber ich bin ziemlich froh, dass die Etappe reibungslos verlaufen ist. Ich denke, der morgige Tag wird die Dakar entscheiden. Es wird eine knifflige Etappe, aber wir werden unser Bestes geben. Es gibt keine Strategie, wir werden einfach weiter schnell fahren. Natürlich steht Stéphane am meisten unter Druck, weil er der Führende ist, aber ich stehe auch unter Druck: Wenn ich es nicht schaffe, werde ich Zweiter.“

Am vorletzten Tag der Rallye Dakar 2021 müssten die Teilnehmer die mit 511 Kilometern längste Wertungsprüfung absolvieren. Es geht wieder in die Dünen – für fast 100 Kilometer!

 

88 Barreda Bort Joan (esp), Honda, Monster Energy Honda Team 2021, Motul, Moto, Bike, action during the 10th stage of the Dakar 2021 between Neom and Al-Ula, in Saudi Arabia on January 13, 2021 – Photo Florent Gooden / DPPI

Motorräder

Der Gesamtführende Jose Ignacio Cornejo stürzte nach 252 Kilometern in der Spezialwertung. Er fuhr noch ins Ziel, der Honda-Fahrer musste aber kurz darauf wegen einer Gehirnerschütterung das Rennen aufgeben. Der Chilene wurde nach 90 Kilometern aus dem Rennen genommen, im Ziel der Sonderprüfung, die Ricky Brabec gewann und gleichzeitig auf den zweiten Platz der Gesamtwertung vorstieß. An dem amtierenden Champion und seinem Teamkollegen Kevin Benavides, der die Rallye nun mit 1′04″ Vorsprung anführt, ist im Kampf um den Titel kaum ein Vorbeikommen.

Ricky Brabec gewann den ersten Teil der Marathonetappe und hat seitdem jede Etappe auf dem Podium beendet. Der Honda-Fahrer holte weiter Zeit auf, als seine Hauptkonkurrenten, darunter Xavier De Soultrait, Toby Price und Nacho Cornejo, fatale Fehler machten. Brabecs Sieg in der 10. Etappe, kombiniert mit Kevin Benavides‘ mittelmäßiger Leistung in derselben Prüfung, bringt den Amerikaner in der Gesamtwertung bis auf eine Minute an seinen Teamgefährten heran. Morgen steht Brabec vor der Herausforderung, die längste Etappe der diesjährigen Ausgabe zu eröffnen..

 

508 Sugawara Teruhito (jpn), Somemiya Hirokazu (jpn), Mochizuki Yuji (jpn), Hino, Hino Team Sugawara, Camion, Truck, action during the 10th stage of the Dakar 2021 between Neom and Al-Ula, in Saudi Arabia on January 13, 2021 – Photo Florent Gooden / DPPI

Trucks

24 Stunden nach seinem ersten Etappensieg machte Martin Macík mit einem erneuten Triumph über die Kamaz-Piloten zwei in Folge perfekt, ohne jedoch deren eisernen Griff um die Gesamtwertung zu lockern. „Der erste Teil war hart, aber danach hatten wir Spaß. Wir haben ein paar Navigationsfehler gemacht, aber wir haben unseren Konkurrenten mit unseren Spuren auch den Weg gewiesen, weil die Startintervalle heute sehr kurz waren.“, erzählte Macik.

 

Autos: Top-5 nach 8. Etappe

1 (FRA)Stephane Peterhansel/Edourd Boulander        X-RAID MINI JCW TEAM             37H 33′ 06“

2 (QAT) Nasser Al-Attiyah/(FRA) Mathieu Baumel       Toyota Gazoo Racing                  +00H 17′ 01“

3 (ESP) Carlos Sainz/ Lucas Cruz                            X-RAID MINI JCW TEAM(FRA)     +01H 03′ 44“

4 (POL) Jakub Przygonski/(DEU) Timo Gottschalk       Orlen Team Overdrive                 + 02H 18′ 43“

5 (ESP) Nani Roma/(FRA) Alexandre Winocq             Bahrain Raid Xtreme                    + 02H 50′ 22“

 

Motorräder: Top-5 nach 8. Etappe

1 (ARG) Kevin Benavides            Monster Energy Honda Team 2021       40H 20′ 08“

2 (USA) Ricky Brabec                  Monster Energy Honda Team 2021       +00H 00′ 51“

3 (GBR) Sam Sunderland            Red Bull KTM Factory Team                 +00H 10′ 36“

4 (ESP) Joan Barreda Bort          Monster Energy Honda Team 2021       + 00H 15′ 40′

5 (USA) Skyler Howes             BAS Dakar KTM Racing Team         + 00H 29′ 38“

 

Trucks: Top-5 nach 8.Etappe

1 (RUS) Dimitry Sotnikov             KAMAZ                                                40H 57′ 31“

2 (RUS)Anton Shibalov                KAMAZ                                                +00H 47′ 22“

3  (RUS) Airat Mardeev                 KAMAZ                                              +01H 14′ 41“

4  (CZE) Ales Loprais                    INSTAFOREX LOPRAIS PRAGA         + 01H 35′ 35“

5 (CZE) Martin Macik                  BIG SHOCK RACING                           + 01H 47′ 29“